IMPULSE 2012

Impulse – The Magazine for the German-speaking Community in Singapore.

Was wir tun ist sehr bescheiden, aber unglaublich effektiv! Jedes einzelne Teil, das wir transportieren, ist genau eins, was jemand benötigt. Somit trans-portieren wir nichts Überflüssiges und es gibt keinen Abfall!“ Mit diesen einfachen Worten umschreibt Kapitän Shane Granger die ‚Missions of Mercy‘, die die Vega – ein 120 Jahre alter historischer Segler – erfüllt.

Die Vega ist eins jener Segelschiffe, das so aussieht, wie Kinder Segelschiffe malen. Klassischer Holzrumpf, 26 Meter lang, Holzmasten, rote Segel – ein echter Klassiker eben. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts für den Handel auf der Nordsee und innerhalb der arktischen Gewässer in Norwegen erbaut. Im Laufe ihrer Karriere kam sie nach Schweden, transportierte Steine, Baumaterial, Zement, Roheisen und später sogar auch Emigranten nach Nord-amerika. Im Grunde war sie auf der ganzen Welt unter-wegs und hat vom Mittelmeer über Afrika, von Kap Hoorn über Chile bis in die Karibik alles besegelt. Ein Schiff mit großer Vergangenheit.Vom Handelsschiff zum Entwicklungshelfer1999 entdeckten Shane und Meggi, die heutigen Eigner, die Vega im Internet – sie stand zum Verkauf, doch der Preis war unerschwinglich für die beiden. Ein Schwede, der eigentlich einhand um die Welt segeln wollte, war auf die Kanaren gemotort und dort quasi gestrandet. Nach einigem Hin und Her wurden die beiden 2002 dann doch stolze Eigner der Vega. Schon länger suchten sie nach einer neuen Herausforderung und einem passenden Projekt für humanitäre Hilfe im Zeichen der Mitmensch-lichkeit.Meggie heißt eigentlich Margarete. Nach Ausbildung und Karriere als Grafikdesignerin in Stuttgart und einem bunten Leben als Entwicklungshelferin in Afrika, wo sie unter anderem für die Weltgesundheitsorganisation WHO, UNICEF, WWF und die BBC gearbeitet hatte, lernte sie per Zufall den Amerikaner Shane mitten im Busch von Afrika kennen. Shane hängte seine Karriere als erfolgreicher Werbefotograf an den Nagel, um sich seinen Traum zu erfüllen, einmal im Leben als Buschpilot zu arbeiten. Auch er ging nach Afrika und arbeitete für die großen Hilfsorga-nisationen. Beide hatten den Wunsch, etwas auf die Beine zu stellen, das denjenigen, die im Leben nicht zur richti-gen Zeit oder am richtigen Ort geboren wurden, helfen kann. Ein eigenes und erfüllendes Vorhaben, um Hilfe zu leisten und Nützliches zu tun. Die Erfahrung der beiden im Bereich Entwicklungshilfe war natürlich ein Riesenvor-teil. Das ist sicherlich einer der Gründe, weshalb heute alle Sachspenden zu 100 Prozent und Geldspenden zu mindes-tens 95 Prozent da ankommen, wo sie gebraucht werden.

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